Conversion Rate: Erklärung, Formel und Bedeutung
Die Conversion Rate (CR) beschreibt den prozentualen Anteil der Besucher, die eine gewünschte Aktion wie einen Kauf, eine Anmeldung oder eine Kontaktanfrage durchführen. Die Kennzahl gehört zu den wichtigsten KPIs im Online-Marketing und eignet sich zur Bewertung der Effektivität von Webseiten. Wir zeigen, wie sich die Conversion Rate berechnen, beeinflussen und verbessern lässt.
Was ist die Conversion Rate?
Mit der Conversion Rate (CR) wird der prozentuale Anteil der Besucher angegeben, die eine Aktion (Conversion) in Form eines Kaufs, einer Anmeldung, eines Downloads oder einer Kontaktanfrage durchführen.
Im Online-Marketing handelt es sich dabei um eine der wichtigsten Kennzahlen, da diese die Bewertung der Effektivität von Webseiten ermöglicht und einen Einfluss auf die Leadgenerierung, den Umsatz und den Gewinn von Unternehmen hat.

Was ist eine Conversion?
Eine Conversion beschreibt die gewünschte Zielhandlung eines Nutzers, wie beispielsweise einen Kauf, das Ausfüllen eines Anmeldeformulars oder den Download einer Software. Typische Beispiele für eine Zielhandlung sind:
- Kauf
- Lead
- Download
- Newsletter-Anmeldung
- Terminbuchung
- Kontaktaufnahme via Kontaktformular
- Registrierung
- Demo-Anfrage
- App-Installation
- Einzahlung
- Klick auf Call-to-Action (CTA)
Conversion Rate vs. Conversion im Vergleich
Merkmal | Conversion | Conversion Rate |
|---|---|---|
| Definition | Abgeschlossene Zielhandlung eines Nutzers | Prozentualer Anteil der Besucher, die Conversion durchführen |
| Messwert | Absolute Anzahl | Prozentuale Erfolgsquote der Besucher |
| Beispiele | Newsletter-Anmeldung, Kauf, Download, Registrierung, Kontaktanfrage, Terminbuchung | 3 % der Besucher kaufen ein Produkt, 6 % der Besucher melden sich für Newsletter an |
| Aussagekraft | Zeigt Anzahl der Zielhandlungen | Bewertet Effizienz einer Landingpage, Webseite oder Kampagne |
| Einsatzgebiet | Messung einzelner Geschäftsziele | Vergleich der Leistung von Kampagnen, Traffic-Quellen und Optimierungsmaßnahmen |
Macro Conversions vs Micro Conversions
Unterschieden wird bei der Konvertierung zwischen Macro und Micro Conversions. Die Macro Conversion beschreibt die Konvertierung für die Geschäftsziele wie einen Kauf oder eine konkrete Anfrage.
Die Micro Conversion definiert einen Zwischenschritt in der Customer Journey, wie etwa die Anmeldung zu einem Newsletter oder eine Registrierung.
Kriterium | Macro Conversions | Micro Conversions |
|---|---|---|
| Definition | Ziel einer Website oder Kampagne | Zwischenschritt auf dem Weg zur Macro Conversion |
| Ziel | Geschäfts- und Umsatzerfolg | Messen von Kaufabsicht und Nutzerinteresse |
| Bedeutung | Generierung von Leads, Umsatz und Abschlüssen | Zeigt Fortschritt im Conversion Funnel auf |
| Einfluss auf Umsatz | Direkter Einfluss | Indirekter Einfluss |
| Beispiele für Conversion | Kauf, Lead-Anfrage, Demo-Anfrage, Vertragsabschluss, Terminbuchung, Einzahlung | Newsletter-Anmeldung, Registrierung, Produktansicht |
So lässt sich die Conversion Rate berechnen
Ermitteln lässt sich die Rate mit einer einfachen Formel:
Conversion Rate = (Anzahl der Conversions / Besucher) x 100
Erzielt zum Beispiel ein Online Shop bei 5.000 Besuchern 100 Verkäufe, entspricht dies einer Conversion Rate von 2 %.
Generiert ein B2B-Anbieter aus 800 Besuchen 50 Leads, erreicht dieser eine Konvertierungsrate von 6,25 %.
Was ist eine gute Conversion Rate?
Branche | Durchschnitt |
|---|---|
| E-Commerce | Unterschiedlich je nach Traffic-Quelle und Sortiment |
| Software as a Service (SaaS) | Variabel je nach Funnel |
| B2B | Meist höher bei qualifizierten Leads |
| Finanzen | Abhängig vom Angebot |
| Reisen | Starke saisonale Unterschiede |
| Glücksspiel | Abhängig vom Angebot |
Es gibt keine allgemein gute Konvertierungsrate, da diese zwischen Branchen und Märkten variiert.
Im E-Commerce hängt diese erfahrungsgemäß stark von den Traffic-Quellen und dem Sortiment ab. Im Glücksspiel und der Reise-Branche spielen das Angebot und saisonale Einflüsse eine Rolle.
Welche Faktoren beeinflussen die Conversion Rate?
Die Konvertierungsrate wird von verschiedenen Faktoren wie der Webseite, dem Sortiment und Angebot, dem Nutzer, den Marketingmaßnahmen und der Psychologie beeinflusst:
- Webseite
- Angebot
- Nutzer
- Marketing
- Psychologie
Webseite
Ob sich ein Nutzer für einen Kauf oder eine Registrierung entscheidet, ist maßgeblich von der Performance der Webseite abgängig.
Hierzu gehören eine hohe Geschwindigkeit und kurze Ladezeiten, ein benutzerfreundliches Design und eine übersichtliche Navigation.
Die Webseite sollte Sicherheit durch eine moderne Verschlüsselung bieten und mobil ohne Einschränkungen erreichbar sein.
Angebot
Das Sortiment und Angebot haben einen großen Einfluss auf die Conversion Rate, da Nutzer vor allem Dinge wie den Preis, die Einzigartigkeit (USP) und den Nutzen eines Produkts bewerten.
Darüber hinaus spielen Faktoren wie eine mögliche Garantie, die Bewertungen durch andere Nutzer, die Verfügbarkeit und die Lieferzeit eine Rolle.
Nutzer
Auf Seiten der Nutzer entscheiden Faktoren wie das Vorwissen, die Suchintention und die Motivation über die gewünschte Handlung.
Einflussfaktoren können darüber hinaus die Tageszeit, das genutzte Gerät und der Standort des Nutzers sein.
Marketing
Beeinflusst wird die Conversion Rate durch Marketing-Maßnahmen, die sowohl das klassische Marketing als auch das Content-Marketing betreffen.
Durch die Analyse der richtigen Zielgruppe und die Gestaltung passender Landingpages kann die Konvertierungsrate nachhaltig gesteigert werden.
Darüber hinaus helfen Maßnahmen wie Anzeigen, das Remarketing oder E-Mail-Marketing bei der Gewinnung von Kunden und Interessenten.
Psychologie
Psychologische Faktoren haben oftmals einen deutlichen Einfluss auf die Conversion Rate, wie zum Beispiel die Knappheit, Dringlichkeit, Verlustaversion oder die Angst, etwas zu verpassen (FOMO).
Auch die Reziprozität, die das Gefühl beschreibt, das Geschenke oder Annehmlichkeiten erwidert werden müssen und das Vertrauen sowie die Autorität sind wichtige Einflussfaktoren.
Warum ist die Conversion Rate so wichtig?
Die Konvertierungsrate gehört zu den wichtigsten Kennzahlen im Online-Marketing, da diese aufzeigt, wie effizient die Umwandlung von Webseiten-Besuchern in Kunden oder Leads gelingt.
Eine höhere Conversion Rate steigert den Umsatz, ohne dass der Einkauf von zusätzlichem Traffic notwendig ist. Darüber hinaus verringert diese die Marketingkosten und verbessert den Return on Investment (ROI).
Durch die Optimierung der Konvertierungsrate können Werbekampagnen bei gleicher Anzeigenausgabe mehr Umsatz erzielen, was den Return on Ad Spend (ROAS) verbessert.
Insgesamt lassen sich die Kosten für die Customer Akquisition Cost (CAC), das bedeutet, die Kosten für die Gewinnung von Neukunden, senken, da mehr Besucher konvertieren.
Das Potenzial, langfristig profitable Kunden zu gewinnen und deren Kundenwert auszuschöpfen, erhöht sich. Hierdurch wird der Customer Lifetime Value (CLV) verbessert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine optimierte Conversion Rate die Effizienz von Marketing und Vertrieb steigert, die Kosten für die Akquise senkt und zum Umsatzwachstum sowie der Verbesserung der Profitabilität beiträgt.
Kennzahl | Einfluss der Conversion Rate |
|---|---|
| Umsatz | Mehr Conversions erhöhen bei gleichbleibendem Traffic die Einnahmen |
| Marketingkosten | Eine höhere Conversion Rate senkt die Cost per Acquisition (CPA) und steigert die Effizienz von Marketingmaßnahmen |
| Return on Investment (ROI) | Zunehmende Conversions verbessern die Rentabilität des eingesetzten Budgets |
| Return on Ad Spend (ROAS) | Bei gleicher Anzeigenausgabe erzielen Werbekampagnen mehr Umsatz |
| Kundenakquise | Mehr Besucher werden zu Leads oder Kunden, wodurch die Neukundengewinnung effektiver wird |
| Customer Acquisition Cost (CAC) | Die Kosten für die Gewinnung der neuen Kunden sinken, da mehr Besucher konvertieren |
| Customer Lifetime Value (CLV) | Das Potenzial für langfristig profitable Kundenbindungen wird erhöht |
| Skalierung | Unternehmen können schneller wachsen, da Traffic und Marketingbudget effektiver genutzt werden |
| Profitabilität | Gewinnmarge und Wirtschaftlichkeit von Unternehmen werden durch höhere Umsätze bei konstanten oder sinkenden Kosten für die Akquise gesteigert. |
Conversion Rate nach Kanal
Kanal | Eigenschaften |
|---|---|
| SEO (organische Suche) | Organischer Traffic, langfristig qualifizierte Besucher, starke Conversions bei informations- und transaktionsorientierten Suchen |
| Google Ads (SEA) | Häufig hohe Conversion Rates, da Nutzer gezielt nach Produkten und Dienstleistungen suchen |
| Social Media (organisch) | Conversion Rate abhängig von Content und Zielgruppe, keine aktive Kaufphase der Nutzer |
| Paid Social | Conversion Rate abhängig von Inhalten, Targeting und Zielgruppe |
| E-Mail-Marketing | Hohe Conversion Rate möglich, da bestehende Kontakte personalisiert angesprochen werden können |
| Direct Traffic | Häufig starke Conversion Rates, da Besucher Marke kennen und hohe Kauf- und Abschlussbereitschaft aufweisen |
| Referral Traffic | Überdurchschnittliche Conversion Rates möglich, da oftmals hochwertige Besucher von Fachportalen oder Vergleichsportalen |
Die Konvertierungsrate unterscheidet sich je nach Traffic-Quelle, da es Unterschiede im Nutzerverhalten, der Suchintention und der Kaufbereitschaft gibt. Das Conversion Tracking sollte aus diesen Gründen kanalbezogen erfolgen.
Betrachten sollten Unternehmen den Wert im Zusammenhang mit weiteren Kennzahlen wie den Cost per Acquisition (CPA), Return on Ad Spend (ROAS), Customer Acquisition Cost (CAC) und dem Umsatz.
Der Grund hierfür ist, dass eine hohe Konvertierungsrate allein kein Indikator für einen wirtschaftlichen Erfolg ist.
Optimierung der Conversion Rate
Die Conversion Rate Optimization (CRO) beschreibt die systematische und strategische Optimierung der Konvertierungsrate einer Webseite. Das Ziel ist, ohne eine Steigerung des Traffics, mehr Besucher in Leads und Kunden umzuwandeln.
Zu den wichtigsten Optimierungsmaßnahmen gehören:
- Landingpages: Relevante Inhalte, eine hoher User Experience (UX) und klare Überschriften verbessern die Click-Through-Rate (CTR) und erhöhen die Wahrscheinlichkeit auf eine Conversion.
- Formulare: Weniger Pflichtfelder und kürzere Formulare reduzieren die Bounce Rate sowie Exit Rate und steigern die Abschlussrate.
- Call to Action (CTA): Verständliche Handlungsaufforderungen, überzeugende Texte und auffällige Platzierungen fördern Klicks und Conversions.
- Performance: Schnell ladende Seiten verbessern die User Experience, verringern die Exit Rate und erhöhen die Anzahl der Conversions.
- Bilder: Die Optimierung der Bilder ist Teil der Ladezeitoptimierung, gleichzeitig verbessern hochwertige, relevante und komprimierte Bilder die Präsentation von Produkten.
- Produkte: Durch verständliche, überzeugende und nutzerorientierte Produkttexte werden Kaufentscheidungen erleichtert und das Vertrauen gestärkt.
- Vertrauen: Garantien, Kundenbewertungen, Gütesiegel, Sicherheitszertifikate oder Auszeichnungen steigern die Glaubwürdigkeit und wirken sich positiv auf die Konvertierungsrate aus.
- A/B-Test: Test von unterschiedlichen Seiten, CTA-Buttons und Formularen, um die effektivste Version zu ermitteln.
- Personalisierung: Durch individuelle Inhalte, Produktempfehlungen oder Angebote werden die Relevanz und Wahrscheinlichkeit für einen Abschluss gesteigert.
- Exit-Intent: Kaufabbrüche und das Verlassen der Webseite können durch Pop-Ups oder Sonderangebote verhindert werden, wenn Nutzer die Seite zu verlassen drohen.
- Live Chat: Durch eine Echtzeit-Beratung werden Unsicherheiten abgebaut, da Nutzer Fragen stellen können. Hierdurch werden Kauf- und Kontaktabschlüsse gefördert.
- Checkout: Der Bestellprozess sollte so einfach und kurz wie möglich gestaltet werden und verschiedene Zahlungsarten sowie transparente Versandkosten beinhalten, um die Abschlusswahrscheinlichkeit zu erhöhen.
A/B-Test durchführen
Das A/B-Testing dient der Ermittlung einer leistungsstärkeren, effizienteren Version für die Optimierung der Conversion Rate.
Die Basis ist meist ein Hypothese, auf deren Grundlage ein Test durchgeführt und die Signifikanz ermittelt werden.
Der Testlauf erfolgt mit mehreren Varianten, bevor im Anschluss die Auswertung dieser erfolgt. Für einen nachhaltigen Erfolg sollten die Tests regelmäßig durchgeführt werden.
Landingpages optimieren
Eine optimierte Landingpage verbindet wichtige Informationen für den Nutzer mit klaren Aufforderungen zu Zielhandlungen und ist deshalb für die Konvertierung von großer Bedeutung.
Teil der Optimierung sind die angepasste Überschrift und der Hero- oder Intro-Bereiche. Darüber hinaus sollten auf dieser der Nutzen der Dienstleistung oder des Produktes klar hervorgehen.
Empfehlenswert ist ein FAQ-Bereich, in welchem die häufigsten Fragen der Nutzer beantwortet werden. Durch Social Proofs oder Trust Badges lässt sich das Vertrauen steigern, durch CTAs wird der Besucher zu einer Handlung aufgefordert.
Call-to-Action verbessern
Der Call-to-Action-Button hat einen großen Einfluss auf die Konvertierung der Benutzer, da diese eine Conversion erst ermöglicht.
Bei der Optimierung werden Faktoren wie die Farbe, Position, der Text und die Größe des Buttons analysiert.
Auch die Anzahl spielt eine wichtige Rolle, da eine zu aggressive Platzierung abschreckend auf Besucher wirken kann.
Typische Fehler im Überblick
Um eine möglichst gute Conversion Rate zu erreichen, sollten Unternehmen und Webseiten die folgenden Fehler vermeiden:
- Zu viele CTAs: Zu viele Handlungsaufforderungen können Besucher verwirren und auf diese abschreckend wirken. Damit erreichen diese genau das Gegenteil der eigentlichen Absicht.
- Lange Formulare: Die Angabe von Pflichtangaben sollte Nutzern so einfach wie möglich gemacht werden, um die Absprungrate zu verringern.
- Schlechte Ladezeit: Lange Ladezeiten sind einer der häufigsten Gründe für einen Absprung der Besucher, weshalb die Performance-Optimierung ein wichtiger Einflussfaktor ist.
- Schlechte Navigation: Finden sich Besucher nicht zurecht, verlieren diese das Vertrauen in eine Webseite und die Motivation, einen Kauf zu tätigen.
- Keine mobile Optimierung: Viele Nutzer verwenden mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets, weshalb die Darstellung der Webseite für diese optimiert sein sollte.
- Unklare Angebote: Transparenz steigert den Vertrauensaufbau, während unklare Preise und Produktinformationen die Besucher von einem Kauf abhalten.
- Zu viele Ablenkungen: Besucher sollten sich auf Informationen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung konzentrieren können, was durch zu viele Ablenkungen verhindert wird.
- Geringes Vertrauen: Das Vertrauen ist eine wichtige Basis für eine hohe Abschlussrate, da Nutzer besser konvertieren, wenn diese einer Marke oder einem Unternehmen vertrauen.
Die wichtigsten KPIs im Umfeld der Conversion Rate
KPI | Erklärung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Bounce Rate (Absprungrate) | Gibt den Anteil der Besucher an, die eine Webseite ohne Interaktion verlassen | Hohe Bounce Rate kann auf geringe Relevanz, lange Ladezeiten oder schlechte User Experience (UX) hinweisen |
| Exit Rate | Zeigt, auf welcher Seite die Nutzer abspringen | Hohe Exit Rate (z.B. beim Checkout) deutet auf Optimierungspotenzial hin |
| Click-Through-Rate (CTR) | Misst Anteil der Besucher, die auf eine Anzeige, einen CTA oder ein Suchergebnis klicken | Ermöglich Bewertung der Attraktivität von Snippets, Anzeigen und CTAs |
| Cost per Click (CPC) | Zeigt durchschnittliche Kosten für Klick auf Online-Anzeige an | Dient der Bewertung der Effizienz bezahlter Werbekampagnen |
| Cost per Mile (CPM) | Beschreibt Kosten für 1.000 Anzeigenimpressionen | Bewertet Effizienz der Kampagnen, vor allem im Display- und Social-Media-Marketing |
| Cost per Acquisition (CPA) | Misst durchschnittliche Kosten für Conversion | Ermöglicht Bewertung der Effizienz |
| Cost per Lead (CPL) | Beschreibt Kosten für die Gewinnung qualifizierter Leads | Ermöglicht Kostenbewertung, häufig genutzt im B2B-Marketing |
| Customer Acquisition Cost (CAC) | Beschreibt Gesamtkosten für Gewinnung von Neukunden (inklusive Marketing- und Vertriebskosten) | Ermöglicht Bewertung der Gesamtkosten für Leads/Neukunden |
| Return on Ad Spend (ROAS) | Misst den erzielten Umsatz im Verhältnis zu Werbekosten | Ermöglicht Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Werbekampagnen |
| Return on Investment (ROI) | Zeigt Rentabilität einer Investition auf | Ermöglicht Bewertung einer Investition durch Gegenüberstellung von Gewinn und Kosten |
| Customer Lifetime Value (CLV) | Beschreibt Gesamtumsatz eines Kunden während der gesamten Geschäftsbeziehung | Hoher Wert Indikator für gute Marketingmaßnahmen, Zufriedenheit und Nutzerinteraktionen |
| Warenkorbabbruch (Cart Abandonment Rate) | Gibt Anteil der Besucher an, die Kauf nach dem Platzieren von Produkten im Warenkorb abbrechen | Hohe Abbruchrate deutet auf Probleme beim Checkout hin |
| Average Order Value (AOV) | Durchschnittlicher Bestellwert pro Kauf | Ermöglicht die Bewertung des Umsatzpotenzials pro Conversion |
| Engagement Rate | Bewertung der Interaktionen der Nutzer mit Inhalten (z.B. Klicks, Kommentare, Likes) | Hohes Engagement oftmals Indikator für hohe Conversion-Wahrscheinlichkeit |
Eine aussagekräftige Bewertung der Konvertierungsrate ist erst im Zusammenspiel mit Kennzahlen wie Click-Through-Rate (CTR), Cost per Acquisition (CPA) oder Customer Lifetime Value (CLV) möglich.
Der Grund hierfür ist, dass diese im Zusammenspiel sowohl die Qualität der Marketingmaßnahmen und Nutzerinteraktionen als auch die Wirtschaftlichkeit abbilden. Die Conversion Rate sollte deshalb niemals isoliert betrachtet werden.
Tools zur Analyse der Conversion Rate
Um die Konvertierungsrate zu analysieren und zu optimieren werden verschiedene Tools eingesetzt, mit denen das Nutzerverhalten ausgewertet, Schwachstellen identifiziert und datenbasierte Entscheidungen getroffen werden können.
- Webanalyse: Dient zur Erfassung von Kennzahlen wie Besuchern, Sitzungen, Traffic-Quellen oder Absprungraten, wobei diese Daten die Grundlage für die Optimierung von Webseiten und Kampagnen dienen.
- Heatmaps: Visualisieren Klicks, Scrollverhalten und die Mausbewegungen der Nutzer, wodurch sich besonders häufig genutzte Bereiche und Elemente erkennen lassen.
- Session Recording: Ermöglicht die Aufzeichnung anonymer Nutzersitzungen, wodurch sich erkennen lässt, wie Nutzer mit einer Website interagieren und Navigationsfehler identifiziert werden können.
- A/B-Test: Vergleicht zwei oder mehr Varianten von CTAs, Formularen oder Webseiten, um reale Nutzerdaten für die Bewertung nutzen zu können.
- Formularanalyse: Ermöglicht eine Analyse des Nutzerverhaltens innerhalb der Formulare einer Webseite, wodurch die Abschlussraten durch einfache Formulare erhöht werden können.
- Funnel-Analyse: Bewertet den gesamten Conversion Funnel und zeigt an, wo Nutzer abspringen und wo Optimierungen den größten Einfluss haben können.
- Usability-Test: Hilft bei der Bewertung der Nutzerfreundlichkeit und ermöglicht, Bedienprobleme zu identifizieren.
Conversion Funnel: Analyse und Optimierung
Für die Steigerung der Conversation Rate ist der Conversion Funnel als Weg eines Nutzers von der ersten Interaktion bis zur Zielhandlung maßgeblich entscheidend.
Wichtige Phasen des Conversion Funnels sind die Awareness (Aufmerksamkeit), Consideration (Interesse), Decision (Entscheidung) und Retention (Kundenbindung).
Je nach Phase kommen Besucher erstmals mit einem Produkt oder einer Dienstleistung in Kontakt, informieren sich gezielt über Produkte, legen Produkte in den Warenkorb oder tätigen Wiederholungskäufe.
Die Analyse des Funnels ermöglicht das Identifizieren von Abbruchpunkten und die gezielte Optimierung, wodurch die Conversion Rate, der Umsatz, die Customer Acquisition Cost und der Return on Investment verbessert werden können.
Unterschiede nach Branchen
Die Conversion Rate variiert je nach Branche, Zielgruppe, Geschäftsmodell, Customer Journey und Kaufentscheidung.
Die Bewertung der Konvertierungsrate ist deshalb immer branchenabhängig, weshalb ein Vergleich verschiedener Branchen nur eine geringe Aussagekraft bietet.
Branche | Besonderheiten der Conversion Rate (CR) |
|---|---|
| E-Commerce | Ziel ist der Produktkauf, CR wird beeinflusst durch Preis, Qualität, User Experience, Vertrauen, Checkout und Versandbedingungen |
| SaaS (Software as a Service) | Typische Conversions sind Testversionen, Abos oder Demos, welche durch Nutzerkommunikation, Onboarding und Produkterlebnis erreicht werden |
| B2B | Leadgenerierung, Kontaktanfragen und Termo-Termine im Fokus, lange Entscheidungsprozess und Customer Journey |
| Versicherungen | Conversions durch Angebotsanfragen und Vertragsabschlüsse, wobei Transparenz, Vertrauen, Beratung und Informationen relevant sind |
| Immobilien | Langfristige Entscheidungen der Nutzer, als Conversion gelten Kontaktanfragen, Besichtigungen und Exposé-Anfragen |
| Coaching | Typische Conversions sind Erstgespräche, Kontaktanfragen und Terminbuchungen. Einfluss durch Referenzen, Bewertungen, Vertrauen und Expertenstatus |
| Apps | App-Installationen, Registrierungen, In-App-Käufe als Conversions, die durch App-Store-Präsenz, Onboarding und Nutzerfreundlichkeit gefördert werden |
| Lokale Unternehmen | Conversions als Terminbuchungen, Kontaktanfragen, Anrufe oder Routenplanungen. Local SEO, Bewertungen und Transparenz als Erfolgsfaktoren |
Was ist die mobile Conversion Rate?
Mit dieser Kennzahl wird der Anteil der Smartphone- oder Tablet-Nutzer angegeben, die eine gewünschte Zielhandlung durchführen.
Die Konvertierungsrate an mobilen Endgeräten unterscheidet sich häufig von der Rate an Desktop-Geräten, da diese kleinere Displays mit einer mobilen Bedienung bieten und in anderen Situationen genutzt werden.
Mobile Nutzer recherchieren zum Beispiel häufiger unterwegs, weshalb Prozesse schneller abgebrochen werden als am Desktop.
Eine hohe mobile Konvertierungsrate verlangt eine Mobile-First-Optimierung in Kombination mit mobilfreundlichen Formularen, leichten Checkouts und vertrauenswürdigen Zahlungsmethoden.
Conversion Rate verbessern: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Unser Praxisleitfaden zeigt die wichtigsten Schritte für die Verbesserung der Konvertierungsrate auf einen Blick:
- Sammeln von Daten
- Identifizieren der Schwachstellen
- Aufstellen von Hypothesen
- Durchführen von Tests
- Messung der Ergebnisse
- Kontinuierliche Optimierung
Fazit: Conversion Goal setzen und erreichen
Die Conversion Rate beschreibt den prozentualen Anteil der Besucher, die eine gewünschte Zielhandlung durchführen.
Da es sich hierbei um eine Anmeldung, Registrierung, Einzahlung oder einen Kauf handeln kann, hat die Konvertierungsrate einen großen Einfluss auf unternehmerische Kennzahlen wie die Neukundengewinnung, die Werbekosten und den Umsatz.
Durch die regelmäßige Optimierung wird eine möglichst effektive Umwandlung von Besuchern in Kunden langfristig gewährleistet.
Häufig gestellte Fragen
Die Conversion Rate (CR) beschreibt den Anteil der Besucher, die eine gewünschte Zielhandlung ausführen, wie einen Kauf oder eine Registrierung. Die Kennzahl wird in Prozent angegeben und ist eine der wichtigsten KPIs im Online-Marketing.
Die Berechnung der Konvertierungsrate gelingt mit der Formel: (Anzahl der Conversions / Anzahl der Besucher) x 100 berechnet. Besuchen zum Beispiel 2.000 Nutzer eine Webseite und es werden 50 Verkäufe generiert, liegt die Rate bei 2,5 %.
Es gibt keine allgemein gute Konvertierungsrate, da diese von Faktoren wie der Branche, Zielgruppe, dem Angebot, der Traffic-Quelle und dem Kaufprozess abhängig ist. Effektiver als ein Vergleich mit anderen Branchen ist deshalb die stetige Optimierung der eigenen Konversion-Elemente.
Beeinflusst wird die Rate unter anderem durch das Vertrauen, die User Experience (UX), die Ladezeit, die mobile Optimierung, die Preisgestaltung, die Suchintention, die Qualität des Traffics und die Call-to-Action. Zusätzlich können psychologische Faktoren, wie eine Verknappung, diese beeinflussen.
Für die Verbesserung werden Maßnahmen wie die Optimierung von Landingpages und Ladezeiten durchgeführt, überzeugende CTAs verbaut, kürzere Formulare genutzt, A/B-Tests durchgeführt und vertrauensbildende Elemente (Trust Signals) wie Kundenbewertungen abgebildet.
Im E-Commerce variiert die Konvertierungsrate aufgrund von Faktoren wie der Branche, dem Sortiment, der Zielgruppe, dem Gerät der Nutzer und der Traffic-Quelle erheblich. Aus diesen Gründen sollten Unternehmen keine Branchenbenchmarks zur Orientierung nutzen, sondern die Entwicklung der eigenen Rate über einen längeren Zeitraum verfolgen.
Eine sinkende Rate kann durch technische Probleme, lange Ladezeiten, Änderungen an der Webseite, saisonale Schwankungen oder eine geringe Traffic-Qualität verursacht werden. Negativen Einfluss können zudem ein komplizierter Checkout-Prozess und eine schlechte User Experience haben.
Um das Nutzerverhalten zu analysieren und Optimierungspotenziale zu identifizieren, können Tools wie Heatmaps, Webanalyse-Tools, Session Recording, Funnel-Analysen oder A/B-Test-Software genutzt werden.