Angriffe durch DMCA Beschwerden: Copyright Verstöße zu Unrecht gemeldet
Seit dem Jahresstart 2026 konnten wir vermehrt zu Unrecht gemeldete Copyright-Verstöße in Form von DMCA Copyright Complaints bei Auftraggebern in wettbewerbsintensiven Märkten erkennen. In Großbritannien wurden Angriffe dieser Art bereits im vergangenen Jahr festgestellt, nun sehen sich auch immer mehr Webseiten in Deutschland diesen Attacken gegenübergestellt.
DMCA Beschwerden zu Unrecht eingereicht: Wettbewerbsstarke Märkte im Fokus
Seit dem Jahresbeginn 2026 lässt sich in vielen wettbewerbsintensiven Märkten eine neue Form des Blackhat SEO erkennen, mit dem Webseiten Schaden hinzugefügt werden soll.
Angreifer melden zu Unrecht einzelne URLs als Copyright-Verstoß bei Google, obwohl diese nicht die Urheber des Originals darstellen.
Durchgeführt werden die Attacken in großer Anzahl und durch unterschiedliche Melder aus zahlreichen Nationen.
Das Ziel der Angriffe ist, dass Google die Inhalte aufgrund der vermeintlichen Verstöße entfernt, wodurch die Websites Rankings und Sichtbarkeit verlieren.
In unserem Beispiel auf dem Screenshot haben Angreifer Inhalte für das Keyword "Big Bass Bonanza" entfernen lassen.
Hierbei handelt es sich um einen Online Spielautomaten des Herstellers Pragmatic Play, dessen Webseite im Zuge des vermeintlichen Copyright-Verstoßes von den Angreifern gemeldet wurde.

Wie lassen sich betroffene Inhalte finden?
Ob die eigenen Contents betroffen sind, können Website-Betreiber durch eine Abfrage bei der Lumen Datenbank herausfinden.
Die eigene URL wird hierzu in das Suchfeld eingetragen und anschließend, sofern vorhanden, alle Vermerke zu Beschwerden aufgeführt.

Ergreift Google Maßnahmen gegen die gemeldeten Seiten?
Google ist unseren Erfahrungen zufolge mittlerweile zuverlässig darin, zu Unrecht gemeldete Copyright-Verstöße zu erkennen. Viele der Meldungen tauchen deshalb zwar auf, werden jedoch nach einer Prüfung durch die Suchmaschine aufgehoben.
Sollte Google Maßnahmen gegen die zu Unrecht gemeldeten Seiten ergreifen, sind diese in der Regel in der Search Console ersichtlich.

Was tun, wenn Google eigenen Content abstraft?
Führt der Copyright-Claim zu einer Abstrafung durch Google, müssen Webseiten nachweisen, dass sie die originale Quelle des Inhalts darstellen.
Dies gelingt über eine Counter Notice, mit der die ursprüngliche Meldung angegriffen wird. Dieser Schritt hat höchste Priorität.
Parallel sollten Website-Betreiber Beweise sammeln, wie das Veröffentlichungsdatum des originalen Inhalts oder unterstützende Server-Daten. Diese werden im weiteren Verlauf an Google übermittelt.
Unserer Erfahrung nach sind Gegendarstellungen häufig von Erfolg gekrönt. Die Voraussetzung hierfür ist, dass diese möglichst sauber begründet und belegt werden.